Experten-Lexikon
Restwertbörse – einfach erklärt
Online-Plattform, auf der Aufkäufer Gebote für Unfallfahrzeuge abgeben – von Versicherungen oft genutzt, um den Restwert hochzutreiben.
Plötzlich liegt ein erstaunlich hohes Restwertgebot auf dem Tisch – und Ihre Auszahlung schrumpft. Hinter solchen Angeboten stecken oft Restwertbörsen.
Was eine Restwertbörse ist
Eine Restwertbörse ist eine Online-Plattform, auf der spezialisierte Aufkäufer Gebote für Unfallfahrzeuge abgeben. Versicherungen nutzen sie mitunter, um ein besonders hohes Restwertangebot vorzulegen – denn je höher der Restwert, desto geringer die Entschädigung beim Totalschaden.
Warum Sie nicht jedes Gebot annehmen müssen
Solche Höchstgebote sind für Geschädigte häufig gar nicht realistisch erreichbar, etwa weil der Aufkäufer hunderte Kilometer entfernt sitzt. Maßgeblich ist in der Regel der Restwert auf dem für Sie zugänglichen, regionalen Markt.
Ein neutrales Gutachten ermittelt genau diesen Wert und dokumentiert die eingeholten Angebote nachvollziehbar. Aus Sicht eines Kfz-Sachverständigen empfiehlt es sich, das Fahrzeug nicht zu verkaufen, bevor das Gutachten vorliegt – sonst fehlt später die Vergleichsgrundlage.
Häufige Fragen
Muss ich ein Gebot aus einer Restwertbörse akzeptieren?
In der Regel nicht. Maßgeblich ist der Restwert auf dem für Sie zugänglichen regionalen Markt. Überregionale Höchstgebote, die nur über spezielle Börsen erreichbar sind, müssen Sie meist nicht gegen sich gelten lassen.