Experten-Lexikon
Wildunfall – einfach erklärt
Ein Zusammenstoß mit Haarwild, der in der Regel über die Teilkasko abgewickelt wird – die Beweissicherung ist hier besonders wichtig.
Gerade in den Wäldern rund um Mittelfranken sind Wildunfälle keine Seltenheit. Für die reibungslose Regulierung kommt es auf saubere Nachweise an.
Wer zahlt beim Wildunfall?
Ein Zusammenstoß mit Haarwild (etwa Reh, Wildschwein oder Hirsch) wird in der Regel über die Teilkaskoversicherung abgewickelt – sie greift unabhängig von einem Verschulden. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags, einschließlich einer eventuellen Selbstbeteiligung. Die Einordnung als Kaskofall erklären wir auch unter Haftpflicht- vs. Kaskoschaden.
Beweissicherung ist entscheidend
Versicherungen prüfen Wildschäden genau. Hilfreich sind eine Wildunfallbescheinigung (von Polizei oder Jagdpächter) sowie ein Gutachten, das das Schadenbild dem Wildunfall zuordnet – etwa anhand von Haaren, Schadenhöhe und Anstoßspuren. So lässt sich der aktuelle Schaden klar von einem Vorschaden abgrenzen. Aus Sicht eines Kfz-Sachverständigen empfiehlt es sich, das Fahrzeug vor einer Reparatur begutachten zu lassen.
Häufige Fragen
Was sollte ich nach einem Wildunfall tun?
Unfallstelle sichern, Polizei verständigen und eine Wildunfallbescheinigung anfordern. Diese und ein Gutachten sind wichtige Nachweise für die Teilkaskoversicherung.